Die Infrastruktur bröckelt

Für ein modernes Land ist Infrastruktur wichtig. Waren müssen transportiert werden, Menschen wollen schnell von A nach B. Ohne Infrastruktur funktioniert nichts, alles würde zusammenbrechen und das Leben zum erliegen kommen. Infrastruktur muss jedoch aktiv erhalten werden, soll sie den Anforderungen jederzeit entsprechen. Wenn in den USA eine Brücke zusammenbricht lacht man in Deutschland über die dummen Amis, nur in Deutschland sieht es nicht besser aus.

Erst heute berichtet die ARD über die Situation an vielen Brücken im deutschen Autobahnnetz, zum Beispiel der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal in Schleswig-Holstein. Der WDR berichtet diese Woche über den mangelhaften Zustand vieler Stadtbahnen im Ruhrgebiet, vor allem in kleinen Orten wie zum Beispiel Mühlheim nagt der Zahn der Zeit. Es würde Milliarden kosten diese Netze wieder in Ordnung zu bringen. Geld, welches die Kommunen nicht haben. Auch die Deutsche Bahn hat Probleme, im Mainzer Hauptbahnhof ist die Personaldecke so dünn, dass der Bahnhof teilweise nicht angefahren werden kann.

Allen diesen Probleme ist eins gemein, sie singen das Lied von fehlenden Investitionen im Bereich der Infrastruktur. Über Jahrzehnte wurden die Netze vernachlässigt, wurden Fahrzeuge nicht erneuert. Doch zur selben Zeit musste die bestehenden Netze einer wesentlich stärkeren Nutzung standhalten.

Jetzt haben wir den Salat, Städte wie Mülheim überlegen die Stadtbahn komplett zu schließen und sie Busse zu ersetzen. Was ein großer Rückschritt für die Stadt und ihre Infrastruktur bedeuten würde. Es ist eine Aussage der Verzweiflung. Denn eine Sanierung kann die Stadt zurzeit nicht finanzieren. Die Situation wird in anderen Städten des Ruhrgebiets nicht besser aussehen.

Die Wurzel des Übels ist meiner Meinung nach, die Überhöhung der Haushaltssanierung. Alles wird diesem Ziel untergeordnet. Es ist also nie Geld da, es wird auch nie mehr welches vorhanden sein, um notwendige Reparaturen oder gar Neubauten durchzuführen, weil der Staat sich selbst durch die sog. Schuldenbremse verboten hat, überhaupt noch zu investieren.

Ich hoffe sehr, dass die Stadtbahnen im Ruhrgebiet zu retten sind. Dies wird allerdings nur gelingen, wenn die Städte zusammenarbeiten und die Sanierung gemeinsam mit dem Land finanzieren. Auch wäre es bestimmt möglich, viele der unterirdischen Strecken wieder oberirdisch zu betreiben, was auch zu Kostensenkungen führen könnte. Doch zu glauben, man könne die Stadtbahn durch ein Busnetz ersetzen, sind kurzsichtig und werden auf längere Sicht nicht funktionieren. Weder was den Bedarf noch was die Kosten betrifft.


Förderung und Markt

Ich bin heute beim Plenum der Ökonomen vorbeigekommen, dort schreibt der Professor der Makroökonomie Bernd Lucke, der auch Gründer und Vorsitzender der Alternative für Deutschland ist, über ökonomische Themen. Er hat sich dazu Professoren aus der ganzen Welt eingeladen. Leider machen all diese Volkswirte den gleichen Fehler den schon so viele vor ihnen gemacht haben. Sie halten den Markt für unfehlbar. Etwas, was durch den Markt entschieden wurde, ist richtig, was nicht durch ihn entschieden wurde muss daher falsch sein.

In diesem Fall geht es, um den Zielkonflikt zwischen dem europäischen Emissionshandel und dem EEG, also festen Einspeisetarifen für erneuerbare Energien. Der Emissionshandel funktioniert grundsätzlich sehr einfach, es werden Zertifikate ausgegeben und diese berechtigen zum Ausstoß von CO2. Die Zertifikate sind außerdem handelbar und können untereinander verkauft werden. Die Idee dahinter, dass so ein Preis für CO2 entsteht, der dazu führt, dass die Emissionen sinken und möglichst effiziente Wege gefunden werden, dieses Ziel zu erreichen. Beim EEG stehen Emissionen nicht im Vordergrund, es soll der Ausbau von erneuerbaren Energien gefördert werden. So werden dem Erzeuger von erneuerbaren Energien für die Dauer von 20 Jahren feste Preise und die gesicherte Abnahme von Strom garantiert. Dieser Preis wird außerdem für neue Anlagen regelmäßig gesenkt. So, dass es Anreize gibt, hier möglichst effiziente Anlagen zu betreiben.

Der Zielkonflikt beider System liegt darin, dass das EEG eine senkende Wirkung auf die CO2-Emissionen hat. Für diese Emissionen wurden jedoch Zertifikate ausgegeben, die jetzt für andere zu einem geringeren Preis zur Verfügung stehen bzw. den gesamten Preis nach unten korrigieren. Für liberale Ökonomen ist der Fall damit sehr eindeutig, nämlich dass das EEG hier den Markt, also den Emissionshandel, stört und dieser dadurch eben nicht sein Ziel erreichen kann. Was sie nicht sehen, bzw. nicht sehen wollen, ist, dass der Emissionshandel wahrscheinlich gar nicht geeignet ist, das Ziel zu erreichen und wesentlich mehr Faktoren stören als bloß das EEG. So kann der Emissionshandel nicht auf externe Effekte reagieren, so haben Konjunkturverläufe, das Wetter und selbst die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Unternehmen erhebliche Einflüsse auf die Preise von Emissionen. Diese können vor allem dazu führen, dass mehr Zertifikate im Umlauf sind als eigentlich gebraucht werden.

Doch noch viel schwerer wiegt, dass es durchaus möglich ist, dass der Emissionshandel sein größtes Ziel gar nicht erreichen kann. Nämlich die Senkung von CO2-Emissionen möglichst effizient zu erreichen. Denn die Idee des Handels sieht vor, dass zunächst die billigsten Methoden benutzt werden und erst wenn diese Ausgeschöpft wurden und der Preis damit steigt auch teurere Methoden zur Anwendung kommen. Nur dies muss nicht der beste Weg sein. Das Beispiel der Photovoltaik zeigt hier, wieso es auch umgekehrt laufen kann. Eine am Anfang sehr teure Technik wird im Verlauf so billig, dass sie insgesamt preiswerter ist als am Beginn günstige Techniken. Ein Zertifikatssystems kann hierzu keine Antwort bieten und kann so sogar zu hören Kosten führen als Einspeisetarife.

Wenn also ein Emissionshandel funktionieren soll, würden die Einsparungen bei den CO2-Emissionen durch den Ausbau erneuerbarer Energien auf diesen Eingerechnet, d.h. weniger Zertifikate ausgegeben, um auf konjunkturelle Schwankungen reagieren zu können, hätten die Zertifikate eine kürzere Laufzeit und um das Horden solcher Zertifikate unattraktiv zu machen, würde der Wert über diese Laufzeit sinken.

Dies beseitigt natürlich nicht alle Probleme des Emissionshandel, im Grund keins, weil die Beteiligten am Markt überhaupt kein Interesse an der Senkung von CO2 haben. Alle sehen dies als einen Kostenfaktor und solange dies bloß ein Kostenfaktor ist, wird sich daran nichts ändern.


Die alte Tante SPD

Seit 1994 bin ich Mitglied der SPD, ich bin eingetreten, weil ich mich politisch engagieren wollte, ich wollte an der Willensbildung teilnehmen und nicht bloß daneben stehen, nicht bloß meckern oder alberne Leserbriefe schreiben, sondern wirklich daran mitarbeiten.

Seit dem ist viel passiert, ich bin etwa fünf Jahre aktiver Juso gewesen, habe in dieser Zeit tolle Menschen kennengelernt, habe viel über Politik und auch Intrigen erfahren, wobei ich auf letzteres gerne verzichtet hätte. Habe Menschen erlebt, die lieber Trollen als inhaltlich arbeiten wollen und solche die viel und gerne inhaltlich gearbeitet haben. Insgesamt waren das damals eine schöne Zeit. Ich habe sie sehr genossen. Und manchmal vermisse ich sie.

Auch die SPD hat sich verändert, bzw. sie wurde verändert. Als ich dazu kam gab es noch eine hörbare Linke, eine Gruppe von Sozialdemokraten_innen die ein linkes Profil forderten und es sogar manchmal durchsetzen konnten. Und selbst bei rechten Genossen immer noch eine sozialdemokratischer Grundkonsens vernommen werden konnte. Dies veränderte sich. Es ist kein Prozess gewesen, der einen festen Beginn oder gar ein Ende hatte, er verlief schleichend aber er wirkte ohne Alternative, zumindest für jene, die ihn vorangetrieben haben.

Es begann wohl mit der Feststellung, dass die Wahlen 1998 nicht mit einem linken Profil gewonnen werden könnten, sondern nur mit der sog. Neuen Mitte. Was das genau gewesen ist, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls schloss es eine Politik mit ein, die sich nicht mehr für jene einsetzt die den Staat brauchen, sondern für die die ihn eigentlich nicht brauchen aber jede Chance wahrnehmen ihn zu benutzen.

So erklärte Gerhard Schröder die Zahl der Arbeitslosen für seinen Benchmark, er erklärte damit, dass nur das sozial sein können, was Arbeit schafft. Ihm war es dabei völlig egal, was das für Arbeit ist. Und jene, die keine finden können oder für die es einfach keine Arbeit gibt wurden soziale Rechte zu sozialen Almosen. So sehr auch viele Genossen versucht haben, mir die positiven Seiten der Hartz-Reformen zu erklären, so sehr weiß ich aus eigener Erfahrung, dass diese Gesetze nicht dazu geschaffen wurden mir zu helfen, sie wurden geschaffen, um den angeblichen Sozialmissbrauch zu bekämpfen. So entstand ein Gesetz, welches nur negative Anreize kennt. Wo es, wenn möglich, nur darum geht, die Kosten für den Staat gering zu halten.

Natürlich kann über diese Zeit nicht gesprochen werden, ohne dass die zwei Kriege erwähnt werden, in die Schröder ohne Not gegangen ist. Im Kosovo-Krieg wollte uns die Regierung ein Völkermord verkaufen, den es so nicht gegeben hat. Stattdessen haben wir heute einen teilunabhängigen Kosovo, in den die Bundesregierung heute Roma abschiebt, die dort keine Zukunft haben. Der zweite Krieg war Afghanistan, er war und ist noch sinnloserer als Krieg 1, wenn das überhaupt möglich ist. Schröder erklärte sich zu 100 % solidarisch mit den USA nach den Anschlägen vom 11. September und folgte ihnen in den Krieg. Und seit fast 12 Jahren versucht die Nato sich an diesem Land. Nur was sie da genau tut, weiß ich nicht. Die Taliban ist nicht geschlagen, das Land ist nicht vereint und Menschenrechte sind in vielen Teilen des Landes immer noch ein Fremdwort.

2005 brach nun für die SPD alles zusammen. Nicht nur, dass Steinbrück in NRW die Wahlen verlor, auch die Proteste gegen die Hartz-Reformen nahm zu. Doch statt die Lehren zu ziehen und Hartz als Fehler zu sehen, der berichtigt gehört lief die Partei lieber weiter in die gleiche Richtung.

In der großen Koalition wurde es noch schlimmer. Höhepunkt dieser Zeit ist meines Erachtens die sog. Föderalismusreform gewesen. Nicht nur, dass diese Reform dem Bund verbot sich an der Bildungspolitik der Länder zu beteiligen, sondern verbot sie Bund und Ländern die Aufnahme weiterer Kredite. Diese Schuldenbremse ist der wahre Höhepunkt eines neoliberalen Staatsverständnisses.

Als nach der Wahl 2009 die SPD nach elf Jahren wieder auf die Oppositionsbank wechselte, blieb sie in Wahrheit Regierungspartei. Eine wirkliche Oppositionspolitik hat sie seit 2009 nicht gemacht. Das liegt einerseits daran, dass die schwarz-gelbe Koalition vieles fortgesetzt hat, was in der Großen Koalition begonnen wurde und andererseits daran, dass es nach 2009 nicht zu einem Neustart gekommen ist.

Heute hat die SPD ihre Glaubwürdigkeit vollständig verloren. Spricht sie von sozialen Themen, glaubt ihr niemand. Spricht sie von Frieden, glaubt ihr niemand. Spricht sie von der Energiewende, glaubt ihr niemand. Vor diesem Hintergrund, scheinqt mit Steinbrück der ideale Kandidat. Er repräsentiert die SPD von 2013 wie kaum jemand anderes.

So wird die SPD die Wahlen im September verlieren. Merkel wird mit ihrer schwarz-gelben Koalition weitermachen können. Und die Frage, ob sich die SPD nach der Wahl ändern wird stellt sich gar nicht. Sie steckt einfach schon zu tief im eigenen Sumpf. Da gibt es kaum einen Weg hinaus.

Aber für mich gibt es eigentlich einen einfachen Weg hinaus, er ist sehr einfach. Ich müsste nur austreten, müsste nur mein Parteibuch abgeben und wäre frei. Aber ich tu es nicht, seit Jahren kommt mir regelmäßig der Gedanke und ich tu es nicht. Ich weiß nicht, wieso ich nicht austrete. Die SPD und ich haben heute nur noch wenig gemeinsam. Die Schnittmenge ist wohl kaum noch messbar. Und trotzdem schaffe ich es nicht auszutreten. Ich halte es auch für zurzeit sehr unwahrscheinlich, dass die SPD sich ändert, wieder an ihre einstigen Werte glaubt, wieder eine sozialdemokratische Partei wird.

Danke an alle die bis hierhin gelesen haben. Ich werde die Kommentare für diesen Beitrag abschalten. Ich brauche von euch keine Beiträge, die mir erklären, was ich übersehen habe oder was die Partei doch noch tolles gemacht hat. Ich bin daran nicht interessiert. Daher müsst ihr das alles für euch behalten. Schont unser aller nerven, glaubt mir.


Love sees no colour

Love Sees No Colour ist ein Lied von U96, welches 1993 erschien. Um was es in dem Stück wirklich geht, sei einmal dahin gestellt. Denn mir geht es um das Musikvideo. In diesem werden Menschen bei unterschiedlichen Aktivitäten gezeigt, allen Menschen ist gemein, dass sie weiß sind. Wenn Liebe keine Farben sieht, sieht sie dann weiß?

Für mich steht dies in der Tradition der sog. Colour blindness. Die Idee, die Hautfarbe anderer nicht mehr wahrzunehmen, sie nicht mehr zu beachten, scheint auf dem ersten Blick eine gute Idee zu sein. Eine Erfüllung antirassistischer Utopien. Martin Luther King sprach die Idee in seiner Rede 1963 direkt an, als er sich wünschte, dass seine Kinder nach ihrem Charakter beurteilt würden und nicht nach ihrer Hautfarbe. Doch dies ist nur der erste Blick. Beim zweiten Blick fällt auf, Colour blindness ist gut gemeint aber definitiv schlecht gemacht.

Als Südafrika vor 20 Jahren die Apartheit rechtlich abgeschafft hat und alle Menschen im Land als gleich definiert hat, wurden jedoch die vier Menschengruppen aus der Zeit der Apartheit weiterhin statistisch erfasst. Sie werden meines Wissens bis heute erfasst und gepflegt. Eigentlich hätte man doch damals diese Gruppen gar nicht mehr erfassen dürfen, oder? Eigentlich hätte doch der südafrikanische Staat blind für die Hautfarbe oder Abstammung seiner Bürger sein müssen, oder?

Hätte Südafrika dies damals getan, wüsste er heute überhaupt nicht, ob sich etwas verändert hat. Er wüsste gar nicht wie die Diskriminierung Schwarzer heute aussieht. Er wäre Blind, nicht nur für die Hautfarbe oder Abstammung seiner Bürger, sondern auch für die Diskriminierung die viele immer noch erleben müssen.

Und genau hier liegt das Problem. Wer die Hautfarben von Menschen nicht sieht, sieht auch nicht, wenn welche wegen dieser Hautfarbe diskriminiert werden. So stellt sich Colour blindness als rassistischer Wolf im antirassistischen Schafspelz dar.

Denn Colour blindness geht von einer utopischen Vorstellung aus. Nämlich der, dass Rassismus etwas ist, welches persönlich überwunden werden kann. Etwas, was nur einen selbst betrifft. Oder, noch schlimmer, die Idee geht davon aus, dass der Rassismus im Großen und Ganzen überwunden wurde. Schönes Beispiel ist hier die aktuelle Entscheidung des Supreme Courts der USA zum Voting Rights Act. Wo besondere Schutzvorschriften mit dem Argument für nichtig erklärt wurden, weil doch der Rassismus überwunden sei. Schon jetzt ist klar, dass es für viele Minderheit schwerer sein wird zur Wahl zu gehen als jetzt. Die Richter wollten es nicht sehen.

So sind wir wieder bei dem Musikvideo von U96. Wer keine Farben sieht, sieht nur noch weiß und die Folgen dieser Sichtweise kann man jeden Tag in den Nachrichten sehen, wenn denn mal darüber berichtet wird. Colour blindness ist eine Utopie. Eine Utopie für die Zeit in der Rassismus wirklich überwunden ist, doch in einer Realität in der Rassismus Alltag ist führt Colour blindness nur dazu, dass auch der Rassismus selbst übersehen wird.


Glaubwürdigkeit Sozialer Bewegungen

Ich habe ein Problem, ein großes Problem würde ich es nennen. Ich habe sehr viel Sympathie und unterstütze viele Soziale Bewegungen der letzten Jahrzehnte. Sei es zum Thema Umwelt, sei es zum Thema Tierschutz, sei es zum Thema Privatisierungen oder der Abschaffung des öffentlichen Raums. Genauso weiß ich, dass diese Gruppen, die sich für viele dieser Themen einsetzen vielfach auf Widerstand stoßen und nur selten ihr Anliegen dort anbringen können, wo es etwas bringen könnte.

Nun, zu meinem Problem, ich kann vielen dieser Sozialen Bewegungen nicht mehr glauben. So sehr ich ihre Forderungen unterstütze so sehr stößt mich ihre Art und Weise ab, wie sie Argumentieren und wie sie sich in der Öffentlichkeit zeigen. Ein Beispiel, die Macher der sehenswerten Dokumentation Water Makes Money über die europaweite Privatisierung der Wasserversorgung und darüber wie französische Städte sich diese zurückerobern, meldeten vor ein paar Wochen, dass ihre Seite gehackt worden ist. Was genau passiert ist war damals nicht bekannt, doch auf der Seite hieß es, dass Gegner und/oder Leute aus der Wasserwirtschaft dafür verantwortlich gewesen seien.

Anderes Beispiel, Wohnungsbau. In fast allen deutschen Großstädten werden mehr und mehr Stadtteile Gentrifiziert, d.h. die alteingesessenen Einwohner_innen und ihr soziales Netz werden verdrängt, um wohlhabenden Menschen Platz zu machen. Dies geht meist mit der Privatisierung öffentlichen Raums einher. Solche Projekte oder Entwicklungen gab es auch schon früher, genau wie der Widerstand dagegen. So sollte in den 1970er Jahren in Bremen die Mozarttrasse gebaut werden. Eine breite Straße von der Innenstadt über die Weser und durchs Buntentor. Links und rechts von dieser Straße sollten im Stil der Neuen Vahr riesige Hochhäuser entstehen. Für dieses Projekt sollte der Stadtteil Ostertor (das Viertel) komplett abgerissen werden. Betonung liegt auf sollte, denn das Projekt scheiterte am Widerstand der Anwohner_innen.

Die Einwohner_innen waren von diesem Projekt entsetzt. Es bildete sich Widerstand, dieser wurde nicht nur außerhalb des Parlamentes und der Parteien sichtbar, sondern auch in diesen. Viele Widerständler_innen traten in die regierende SPD ein und übernahmen hier wichtige Positionen, um das Viertel zu retten. Und so scheiterte das Projekt Mozarttrasse am Widerstand in und außerhalb der Partei. Dieses Beispiel zeigt, dass ein Widerstand auf einer breiten Basis funktionieren kann.

Die Folgen der Gentrifizierung in den Großstädten wird nicht kleiner sein als die Folgen die der Bau der Mozarttrasse in Bremen gehabt hätte. Und auch das damals gerettet Viertel ist heute bereits gentrifiziert. Das Problem beim aktuellen Widerstand ist jedoch, dass er sich auf die außerparlamentarische Arbeit konzentriert. Dies hat natürlich Folgen, wie schon Rio Reiser vor vielen Jahren gesungen hat, da werden aus ein paar leeren Flaschen Wein Molotowcocktails. Dies wird vom Staat und der Presse mit Begeisterung aufgenommen und die Sache verliert wichtige Unterstützer_innen. Statt über die Methoden mit denen Vermieter_innen ihre Mieter_innen loswerden, wird über brennende Autos und Brandanschläge diskutiert. Und wir müssen uns rechtfertigen für das was andere tun.

So sehr viele auch keine Alternative zu radikalen Aktionen sehen, so sehr muss die Radikalität meines Erachtens in eine andere Richtung gehen. Sie muss die Menschen mitnehmen, sie muss auf den Menschen und seine Umgebung heruntergebrochen werden, sie muss klar machen, dass alle betroffen sind. Auch jene Menschen, die heute andere Menschen aus ihren Stadtteilen verdrängen. Der Widerstand muss in die politischen Parteien getragen werden.

Brennenden Autos, zerbrochene Fensterscheiben oder beschmierte Wände sind dafür keine gute Werbung. Am Tag danach, lesen viele Menschen in den Zeitungen etwas von terroristischen Anschlägen und setzen diese mit der Diskussion für eine soziale Stadt gleich. Das kann nicht in unserem Interesse liegen.


Die Debatte der anderen

Das Umweltbundesamt hat eine 123-seitige Broschüre zum Klimawandel herausgegeben, in dieser Broschüre wird der wissenschaftliche Stand und die Debatte darum dargestellt. Hier soll es mir nicht, um den wissenschaftlichen Stand gehen. Dies können sicherlich andere besser als ich tun. Hier geht es um die Diskussion, die Debatte die viele führen, ob der Klimawandel von Menschen verursacht wird oder nicht.

Unter Klimaforscher_innen scheint diese Debatte klar vorbei zu sein, es gibt nur wenige die der Theorie widersprechen, dass der Klimawandel von Menschen (mit)verursacht wird. Dies hat nicht zuletzt eine Studie von John Cook et. al. (2013) bestätigt, in der wissenschaftliche Artikel darauf untersucht wurden, ob sie die These unterstützen oder nicht. Ergebnis ist, dass 97% der Texte, die sich mit den Ursachen beschäftigten, die These des menschengemachten Klimawandels unterstützten oder bestätigten.

Nun stellt das Umweltbundesamt dennoch eine Debatte dar und vor allem stellt sie die Teilnehmer dieser Debatte vor. Es handelt sich dabei nicht, um Privatpersonen, sondern um Personen oder Organisation des öffentlichen Lebens. Sie gingen in der Vergangenheit von selbst in die Öffentlichkeit, um dieser ihre Meinung mitzuteilen. Das Amt stellt die Meinungen dieser Person in den Zusammenhang was über den Klimawandel bekannt ist, und weist auf Probleme und Unstimmigkeiten hin. Etwas was der Journalist Peter Hadfield auf Youtube seit Jahren tut.

Nun wird das Umweltbundesamt, z.B. von Henryk Broder in der Welt oder Reinhard Schlieker bei heute dafür angegriffen, diese Meinungen zu rezitieren und einzuordnen. Wohl gemerkt, das Amt wurde nicht dafür angegriffen, Zitate zu verfälschen oder zu falsch zu deuten, sondern einzig allein sie zu zitieren.

Für Broder musste es natürlich ein Vergleich mit der politischen Vergangenheit Deutschlands sein. Manchmal habe ich den Eindruck, ihm fallen keine anderen Vergleiche mehr ein aber vielleicht bekomme ich die anderen Artikel gar nicht mehr mit. Jedenfalls vergreift sich Broder hier eindeutig. Es wirkt auf mich, als wenn er den Text des Amts nicht gelesen hätte. Es lohnt fast nicht, Broder überhaupt zu erwähnen, weil er für die Diskussion nichts beiträgt. Sein Absatz über den Klimawandel ist veraltet und spiegelt halt nicht den aktuellen wissenschaftlichen Stand wider.

Schlieker geht einen anderen Weg, er wirft dem Amt vor eine Debatte beenden zu wollen. Ich weiß nicht, wie er darauf kommt oder wieso er es schreibt, vor allem weil Klimawandelskeptiker regelmäßig darüber schreiben und reden, dass die Debatte jetzt beendet sei, wenn irgendwo ein Artikel erscheint, der angeblich den Konsens zum Klimawandel widerspricht. Schlieker wirft dem Amt sogar Rufmord vor. Ich frage mich für was, hat das Amt die Personen falsch zitiert, hat das Amt seine Überzeugung, dass Vahrenholt und sein Co-Autor Sebastian Lüning nicht qualifiziert sind nicht begründet? Gerade dieser Fall legt eine komische Definition von Debatte dar. Denn bei der Veröffentlichung des Buches von Vahrenholt und Lüning haben viele die mangelnde Qualifikation der beiden Autoren kritisiert. Sie wollen Dinge getan haben, für ein Team von Klimaforscher_innen Jahre benötigen würde und auch braucht. Wie das Amt schon schreibt, Klimamodelle sind komplex und aufwändig.

So von einem Rufmord zu sprechen, könnte selbst Rufmord sein, wenn dies bei einer Behörde überhaupt möglich ist. Die Scheindebatte um den Klimawandel wird weitergehen. Wobei das Ergebnis für die Klimawandelskeptiker schon zu 100% feststeht, während die Klimaforscher_innen sich mit einem Konfidenzintervall von unter 95% zufrieden geben müssen.


Der Taubenvergrämer, Twitter und ich

Ich komme gerade von einer Lesung aus Hamburg wieder. Der Jan-Uwe Fitz hat u.a. wieder von seiner, nach sich selbst benannten, Figur vorgelesen. Viele finden seine Geschichten realitätsfremd oder gar langweilig und nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt werden. Ich muss diesen Menschen widersprechen, sehr stark sogar.

Sein erstes Buch Entschuldigen Sie meine Störung beginnt mit einer Reihe von zusammenhangslos wirkenden Kurzgeschichten, die so herrlich überdreht sind, dass mir recht schnell klar wurde, worum es hier geht und auch auch, worum es hier nicht geht. Von einer verfolgten Wanderbaustelle, von einem gestohlenen Balkon, von extrem aufdringlichen Nachbarn oder von Eltern die sich nicht sehnlicher wünschen, dass ihr Sohn ein Versager wird. So sehr diese Geschichten auch fiktiv und halt überdreht sind, so sehr finde ich mich darin wieder. Oder besser gesagt, so sehr habe ich mich in diesen Geschichten wiedergefunden. Denn es sind die Ängste mit denen ich viele Jahre alleine zu Hause saß und nichts damit anzufangen wusste. Und so war das Buch von Fitz für mich auch ein Weg heraus, heraus aus diesen Ängsten. Natürlich geht dies nicht von einem auf das andere Jahr und das Buch kann einem nur eine Tür zeigen. Aber für mich ist diese Tür einer meiner vielen Türen und Wege aus meinem Kokon gewesen.

Heute hat er aus seinem neuen Buch vorgelesen, es heißt Wenn ich eins kann, dann nichts dafür und erscheint am 10. Juni 2013. Dort geht wieder um eine Figur mit dem Namen Jan-Uwe Fitz, natürlich ist auch diese Figur überdreht und so ziemlich surreal, andere (böse) Menschen würde es vielleicht als realitätsfremd bezeichnen. Der Fitz im neuen Buch ist ein selbstständiger Taubenvergrämer und hat so seine Probleme mit den Kunden, und vor allem mit deren Tauben. Er vermeidet Hausbesuche und wenn es denn mal Hausbesuche gibt, dass stellt er fest, dass es gar keine Tauben gibt oder dass er sie lieber füttern als vergrämen möchte. Letztlich setzt er sich in einen taubenfreien Ort in der Schweiz ab. Eigentlich kein gutes Pflaster, um Tauben zu vergrämen. Und doch ein gutes Bild für diese Figur, die vor allem versucht vor allem davon zu laufen und natürlich eingeholt wird. Wie, wenn eine Kriminalkommissarin von Köln in die Eifel zieht und die Mordrate plötzlich steigt, steigt auch die Taubenrate, wenn ein Taubenvergrämer in einen bisher taubenfreien Ort kommt.

So sehr ich mich auch auf das neue Buch von Jan-Uwe Fitz freue und all meine Ersparnisse zum Buchladen tragen werde. So sehr hatte es bereits einen Effekt für mich. Ich bin aus meinem persönlichen Taubenvergrämer/Jan-Uwe Fitz heraus gekommen. Ich verstecke mich nicht mehr in meiner Wohnung, weder vor den Nachbarn, noch vor der Welt. Ich genieße die Lesungen, die meist kleine Twitter-Treffen sind, genauso wie die großen Twitter-Treffen und vor allem genieße ich den direkten Kontakt mit anderen Menschen. Das heißt nicht, dass ich alles überwunden habe, es gibt weiterhin Situationen, in denen ich mich unwohl fühle, wo ich denke, was soll ich hier und was denkt die Person mir gegenüber von mir und ich denke weiter, es wird bestimmt negativ sein. Diese Momente gibt es immer noch aber sie werden weniger. Sie sind nur noch ein kleiner Teil meiner Realität und werden hoffentlich bald auf ein erträgliches Maß reduziert sein.

So gebe ich diesen kleinen 140 Zeichen die ich mir mit anderen Tag für Tag um die Ohren haue eine Mitschuld dafür, dass ich meine Phobien heute bekämpfen kann und hier immer häufiger als Gewinner vom Platz gehe. Mir ist natürlich klar, dass es hier gar nicht, um Twitter geht, es geht um die Menschen denen ich durch Twitter begegnen bin und die ich durch Twitter kennengelernt habe und jene die mich durch Twitter kennengelernt haben.

Diesem Artikel fehlt ein Schluss, das ist Absicht, denn es gibt zum Glück kein Ende.

P.S. Wem das alles zu kitschig oder zu dick aufgetragen ist, gehört nicht zur Zielgruppe dieses Textes. Allen andere Danke ich fürs lesen.


Was ich dieses Jahr mehr tun will

Sich Vorsätze fürs neue Jahr machen und dann darüber lästern, dass andere ihre eigenen Vorsätze nicht einhalten ist alt. Wahrscheinlich genauso alt, wie die Sitte sich jedes Jahr aufs neue Dinge vorzunehmen, die man dann doch nicht tut. Die meisten Vorsätze scheitern, weil sie anstrengend sind und einem keine Freude bereiten.

Diesem Dilemma will ich dieses Jahr entgehen. Ich präsentiere daher hier bloß eine Liste mit Dingen die ich 2013 mehr tun möchte als 2012. Dieses sind:

  1. Ich will häufiger nach draußen gehen, bei Wind und Wetter.
  2. Ich will mich mehr mit anderen Menschen treffen.
  3. Ich will eine neue Sprache lernen.
  4. Ich will nicht in alte Gewohnheiten zurückfallen.
  5. Ich will eine Arbeit finden.

Wenn ich einen Teil dieser Liste umsetzen kann, wird 2013 ein großartiges Jahr.

Edit: 6. Ich will an meiner Rechtschreibung und Grammatik arbeiten.


Oberflächige Sprachen

Zwangsstörungen können ganz schön störend sein, wahrscheinlich heißen sie deshalb auch. Sie stören mich sehr, weil ich deswegen immer noch an die Idee glaube, es müsste so etwas wie eine perfekte Lösung geben. Es geht heute, um ein sehr oberflächiges Thema, nämlich der Sprache von Benutzeroberflächen auf meinen verschiedenen Geräten und Computern.

Seit vielen Jahren benutze ich sie meist auf Englisch. Der Grund liegt darin, dass mich viele Übersetzungsversuche verzweifelt haben. Wenn aus Download plötzlich Empfangen wird oder wenn die Schaltflächen für das deutsche Wort viel zu klein sind. Insgesamt wirkten viele Übersetzung etwas übereifrig oder festgefahren. So übersetzt Apple z.B. password mit Kennwort, obwohl hier wahrscheinlich Passwort die bessere Wahl gewesen wäre. Bei anderen Übersetzungen sieht es wieder anders aus. So heißt auf Macs das Menü File meist Ablage, und nicht wie auf Windows Datei. Das Wort Ablage empfinde ich für den Sinn des Menüs sinnvoller. Und dieses Nachdenken fällt regelmäßig über mich, wenn ich eine deutschsprachige Oberfläche benutze. Ich denke mehr über die Übersetzung des Programms nach, als das Programm tatsächlich zu benutzen.

So bin bei Englisch gelandet. Englisch hat dieses Problem nicht. Hier und da mal ein Rechtschreibfehler, doch es ist die native Sprache der meisten Programme die ich benutze. Und so wirkt auf mich natürlicher. Die Sprache passt sich der Oberfläche meist besser an als eine Übersetzung. Zum Beispiel in den Einstellungen zur Time Machine von OSX gibt es die Schaltfläche Select Disk …, auf Deutsch heißt diese Volumen auswählen …. Die nun wesentlich breitere Schaltfläche hat kaum noch Platz, Ränder zu anderen Elementen der Einstellungen sind fast völlig verschwunden und es wirklich lieblos zusammengesetzt. Allerdings ist auch Englisch nicht ohne Fehler. So heißt Englisch häufig Amerikanisches Englisch oder Englisch (USA) und das heißt nicht nur, dass colour plötzlich color geschrieben wird, sondern auch, dass statt metrischer Maßeinheiten nun US-Maßeinheiten benutzt werden. Textverarbeitungen wie z.B. Pages nehmen nun für Dokumente Englisch als Standardsprache. Auch bei Google gibt es solche Probleme, die Ergebnisse werden für mich in einigen Fällen weniger relevant, so kann ich zwar nach z.B. Island suchen, doch Informationen bekomme ich zu Inseln allgemein, weil das Land auf Englisch Iceland heißt. Auf der anderen Seite besteht nur bei englischer Benutzeroberfläche der Zugang zu neuen Funktionen wie z.B. dem Google Knowledge Graph.

So gibt es einfach keine, für mich, perfekte Einstellung. Und dies nervt mich manchmal doch sehr. Es gibt ein paar Kompromisse, so kann ich auf andere Einstellungen wie eben Maßeinheiten, Währung oder Uhrzeit seperat einstellen. Doch es fühlt sich unvollständig. Es fühlt sich manchmal sogar falsch an. So wird mich diese Zwangsstörung wohl auch noch in Zukunft stören und ich werde auch weiterhin auf all meinen Geräten die Sprache ändern, nur um zu sehen, ob sich etwas verändert hat.


Der Abend, an dem ich Amanda Palmer traf

Es passierte auf einer Lesung von Neil Gaiman zu seinem Buch The Graveyard Book, ich wollte auf jeden Fall hin. Die Lesung fand in der Hauptkirche St. Katharinen statt, ein passender Ort für das Buch. Palmer verloste auf ihrem Twitter-Account zwei Tickets für die Lesung und ich hatte Glück, zwar nicht, weil ich die Tickets gewonnen habe, sondern weil die Frau die sie gewonnen hatte, mich angesprochen hat und wir dann gemeinsam hingegangen sind.

Nach der Lesung, bin ich mit meinem großen Beutel von Gaiman-Büchern, noch geblieben. Die Schlange zum signieren war sehr lang. Danach haben meine Begleitung und ich uns bei Amanda Palmer und Neil Gaiman für die Karten bedankt. Amanda und Neil erzählten uns, die Karten wären von einem Pärchen, welches sie in Berlin getroffen haben und leider nicht zur Lesung nach Hamburg kommen konnte.

Amanda wollte dann noch einen Ort zum Essen von uns wissen. Leider konnte ich ihr da gar nicht so richtig weiter helfen, habe aber später erfahren, dass sie im Schanzenviertel etwas gefunden haben.

Sie erzählte uns, am nächsten Abend würde sie ein kleines Konzert im Schanzenviertel geben. Genaues würde sie noch über Twitter bekannt geben. Meine Bremer Begleitung, von der ich leider den Namen vergessen habe, konnte leider aus Unigründen nicht ein weiteres Mal nach Hamburg kommen. Ich habe dann meine gute Bekannte Anna gefragt, ob sie Zeit und Lust hat.

Als Amanda am Samstagabend kam, stand ich draußen, wollte sie begrüßen, sie sagte nur kurz etwas während sie schnell an mir vorbei in die Bar huschte. Wahrscheinlich werde ich diese Aktion, für den Rest meines Lebens falsch verstehen, weil ich Ablehnung meist schneller in etwas hineininterpretiere als etwas anderes, zum Beispiel Eile.

Nach dem Konzert habe ich den Rest des Abends mit Anna und ihren Freunden im Schanzenviertel verbracht, bis mein Zug wieder nach Hause fuhr.