Heute geht sie los, die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Alle sind begeistert oder versuchen sich vor der Begeisterung anderer zu verstecken. Die Begeisterten scheinen sich mit schwarz-rot-goldenen Tüchern erkennen zu geben, diese sind meist gut sichtbar an Autos, Häusern oder anderen öffentlich sichtbaren Orten angebracht. So sehr stechen sie ins Blickfeld, ich möchte sie manchmal einfach nur gegen etwas schönere Fahnen austauschen.

Viele sehen darin eine Art Salonnationalismus, ein “Wir sind wieder wer.” und einen Rückfall in alte Zeiten. Sie malen einen Teufel an die Wand, mit einer nationalistischen Fratze. Ich kann diesen Pessimismus nicht teilen. Schon alleine, weil das schwarz-rot-goldene Meer ziemlich schnell nach dem Event wieder verschwindet.

Für mich ist dies nichts anderes als schlichtes Fangehabe, wie als wenn ich während der Bundesligasaison eine Werder-Fahne ans Fenster hängen würde. Daher sehe ich diesem Meer aus der deutschen Fahne mittlerweile ziemlich gelassen zu und frage mich, wieso die meisten damit so Schwierigkeiten haben.

Ich für meinen Teil, wünsche allen viel Spaß bei der EM. Vielleicht habt ihr ja Glück und die deutsche Mannschaft hat  das Fußballspielen noch nicht verlernt.