Für mich hatte das Jahr 2010 keine Höhen und Tiefen. Es war für mich eine Wanderung durch ein tiefes, finsteres Tal. Und nein, dass ist keine Anspielung auf irgend einen Psalm. Denn dort war ja noch Gott an der Seite und spendete Trost. Bei mir schien alles verloren zu sein. Keine Motivation wollte in mir aufkommen, kein Wille all die Ideen, die sich in meinem Kopf versammelten zu sortieren und umzusetzen. Stattdessen eine Lethargie von ungeahnten Ausmaßen.

Dabei hat es durch aus schönes in diesem Jahr gegeben. Durch Twitter habe ich wohl mehr verschiedene Menschen 2010 kennengelernt als ich es mir je vorstellen konnte. Ich erinnere mich dabei gern an die IMMFv4-Ausstellung im Februar oder die Jour-Fitz-Lesungen in Hamburg und Kiel. Ich erinnere mich an die vielen schönen Meme, wie den Blumenkübel oder die Einbuchstabedanebentiere. Und ich erinnere mich an die Bücher, wie z.B. Die Leinwand, Und im Zweifel für dich selbst oder Cairo, die in diesem Jahr entdeckt und gelesen habe.

Und so muss ich feststellen, dass ich gar nicht allein durchs finstere Tal gegangen bin. Viele waren da und haben mich begleitet und getröstet, meist wussten sie es gar nicht. So war ich dieses Jahr gar nicht allein.

Und so ich doch nicht nur negativ auf das 2010 gucken kann, hoffe ich auf ein gute und gar besseres 2011. Ein Jahr in dem ich endlich meinen Weg einen schritt weiter gehen kann.