Sichere Messenger schießen zurzeit wie Pilze aus dem Boden und eigentlich ist das auch gut. Die etablierten Dienste wie z.B. WhatsApp ist unsicher, die Nachrichten sind nicht verschlüsselt und es scheint auch nicht schwer zu sein, sich als ein anderer WhatsApp-Benutzer auszugeben. Sicherlich einer der vielversprechenden Programme ist Threema aus der Schweiz. (Ja, sie betonen überall, dass sie aus der Schweiz stammen und die gesamte Infrastruktur in der Schweiz steht.) Das Programm lässt sich gut bedienen, es stellt aber doch hohe Anforderung, weil es neben Verschlüsselung auch ein Vertrauenssystem eingebaut hat. Die zu verstehen und anzuwenden ist sicherlich nicht für alle möglich.

Zweites Programm, welches ich in der letzten Zeit getestet habe, ist Telegram. Es stammt von den gleichen Leuten, die auch das russische Soziale Netz VK betreiben. Hier wird tunlichst vermieden zu erwähnen woher Telegram eigentlich kommt. Es soll komplett verschlüsselt sein, enthält kein Vertrauenssystem und lässt sich im großen und ganzen bedienen wie WhatsApp. Nur, dass normale Nachrichten auf einem Server gespeichert werden. Nur sog. Secret Chats werden nirgendwo gespeichert und können mit einem Verfallsdatum versehen werden.

Demnächst kommt noch Heml.is vom Flattr-Gründer Peter Sunde aus Schweden. Hier gibt es leider noch keine fertige Version. Aber ich bin doch gespannt.

Letztlich brauchen alle System Nutzer, und das möglichst viele. WhatsApp hat hier natürlich die Nase vor, wer es installiert, hat sofort eine große Anzahl von möglichen Kontakten, bei Threema und Telegram ist dies anders. Noch.